Aufbäumen

Ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch. Vor 14 Monaten sind wir – die Jesus Freaks Chemnitz – losgelaufen und haben uns getraut, uns in die riesigen Räume in der Kappelbachgasse 1 einzumieten.
Wir hatten einen Mut-Ausbruch ;) und das klare Gefühl, dass wir an diesen Ort gezogen werden, obwohl wir wussten, dass es unsere Ressourcen bei weitem übersteigt. Aber wir hatten die Ahnung, dass Leute dazu kommen würden, dass sich Mitträumer:innen und Mitmacher:innen finden würden.
Verrückt – genauso war es. Wir haben eine absolut unverhältnismäßige Zunahme an Geld-, Zeit-, Know-how-, Ressourcengeber:innen erfahren. Der Sommer 2020 war wirklich wundersam wunderbar.
Und wir haben Menschen sehen dürfen, die sich plötzlich zugehörig fühlten und einen heilsamen Ort für sich finden durften. All das Lächeln und der frohe Mut, den unser Schritt hervorgerufen hat, obwohl es doch „nur“ eine riesige Baustelle war. Aber die hat uns und andere zum Träumen gebracht.

Dann kamen der laaaange Winter und der Lockdown. So gut es ging, haben wir uns online getroffen. Wir als Vorstand haben versucht, uns selbst und andere zu motivieren, dran zu bleiben: an sich selbst, an anderen, an Gott. Und obwohl gerade Verbundenheit eine unserer Stärken und einer unserer großen Schätze ist, haben wir davon einiges auf dem Weg verloren.
Hinzu kam der Eigentümerwechsel im Herbst, der uns hat skeptisch stehen bleiben lassen. Wir haben kaum noch gebaut, weil wir befürchten mussten, dass das ganze Gebäude zu einem super coolen Haus saniert werden würde und wir mit unserem DIY Style da vielleicht nicht mehr reinpassen und gehen werden müssen.

Fazit: Wir konnten den Schwung des Anfangs nicht halten. Inzwischen sind wir zwar wieder dabei, mit viel Leidenschaft auf die Beine zu kommen, veranstalten Tauschmärkte und Feste, Essen gemeinsam, bauen wieder, haben eine herrlich vielseitige Fundraisingkampagne gestartet … aber unsere Reserven sind aufgebraucht.
Heute, Anfang August 2021 ist es heikel. Eingekocht auf den harten Kern von ca. 25 Leuten sind wir wieder eine kleine Truppe, die wieder die Energie eines nächsten Anfangs aufbringen muss, um das Niveau des letzten Sommers zu erreichen und dann weiter zu wachsen.
Daher also unsere Bitte: Kannst du dir vorstellen, Beflügler:in, Supporter:in, Ermutiger:in zu sein und uns wieder auf die Beine zu helfen?
Inzwischen sind die neuen Eigentümerverhältnisse geklärt und unser Vermieter träumt mit uns gemeinsam vom inklusiven Mehrgenerationen-Gesamtprojekt. Seine Projektplaner:innen arbeiten mit uns zusammen, realisieren Dinge für uns. Alter Schwede, das sind so so wunderbare Grundbedingungen. Selbst wenn eine 4. Welle käme, könnten wir beruhigt mit insgesamt ca. 150.000 € die Miete zahlen, den Indoorspielplatz aufbauen, könnten dabei Leuten Arbeit geben (Tischler, Illustratorin, Projektmanager, Pastor) und mit etwas mehr Geld sogar die Küche und die neuen Veranstaltungsräume weiterbauen. Wir könnten langfristig noch mehr Menschen ermöglichen, ihre Träume zu leben indem wir ihnen Arbeit verschaffen (Sozialpädagog:innen, Geschäftsfüher:in; Caféleiter:in; Kulturmanager:in, Haustechniker:in) und diesen zauberhaften Ort noch mehr zum Leben erwecken.

Was genau wir langfristig vorhaben? Was es insgesamt und im Einzelnen kostet? - All das findest du hier auf unserem Flyer

Wie du uns jetzt unterstützen kannst? Wir wünschen uns regelmäßige monatliche Spenden ab August bis mind. Ende Juli 2022. Unsere Deadline ist der 23. September. Dann werden wir anhand aller eingegangen Spenden entscheiden, ob wir bleiben können oder nicht. Unser derzeitiges monatliches Defizit beträgt 1.700€ - 17x100€ - 100x17€ - 10x170€ - 170x10€ :)

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